Unterrichtsfächer
Die Fächer an der Fachakademie in Rottenbuch
- Deutsch
- Englisch
- Kunst / Werken
- Literatur und Medienpädagogik
- Mathematik
- Mathematisch Naturwissenschaftliche Erziehung
- Musik und Bewegung
- Ökologie und Gesundheit
- Pädagogik, Psychologie, Heilpädagogik
- Praxis und Methodenlehre
- Religion
- Katholische Theologie
- Sozialkunde und Soziologie
Der Beitrag des Fachs Deutsch zur Erzieherausbildung
Dem Fach Deutsch kommen innerhalb der Ausbildung mehrere Funktionen zu.
• Erzieherinnen und Erzieher sollen allen Zielgruppen ihrer künftigen Tätigkeiten (den Kindern und jungen Menschen, den Kollegen, Eltern und Vertretern von Behörden, Trägern von Einrichtungen sowie gegenüber der Öffentlichkeit) schriftlich wie mündlich angemessen und kompetent begegnen.
• Sprachförderung ist für Erzieherinnen und Erzieher eine zentrale Aufgabe. Sie sollen Methoden kennen lernen, wie sie in Ihren späteren Berufsfeldern die Weiterentwicklung von Deutsch als Erstsprache und den Erwerb als Zweitsprache unterstützen, sprachliche Kompetenzen aufbauen und den Wert von Mehrsprachigkeit vermitteln können. Hierfür müssen die Erzieherinnen/die Erzieher selbst über eine umfassende Sprachkompetenz verfügen.
• Die Vermittlung von literarischem Allgemeinwissen unterstützt die Persönlichkeitsentwicklung der Erzieherinnen und Erzieher und soll sie befähigen, Freude am Umgang mit Sprache und Literatur an andere weiterzugeben.
• Darüber hinaus soll die Ausbildung zur Studierfähigkeit führen. Die hierfür nötigen Fertigkeiten und Arbeitstechniken, das strukturierte Er- und Verfassen von sachlich und sprachlich anspruchsvollen Texten sowie die formalen Grundlagen für die Abfassung einer wissenschaftlichen Arbeit, werden durch das Fach Deutsch vermittelt.
Der Beitrag des Fachs Werkerziehung zur Erzieherausbildung
Im Fach Werkerziehung erwerben die Studierenden über das Begreifen, Handhaben und Erproben verschiedener Werkzeuge und Materialien gestalterische Grundprinzipien. Der experimentelle und fachspezifische Umgang mit Papier, Ton, Holz..... bietet genügend spannenden Spielraum für die kreative Arbeit in allen pädagogischen Bereichen. Der Bezug zur Praxis steht immer im Blickfeld. Zur eigenen schöpferischen Freude gesellen sich Können und Fingerfertigkeit und die Entwicklung ästhetischer Kriterien. Für ebenso wichtig halten wir die Beurteilung und Wertschätzung der eigenen Arbeiten.
Der Beitrag des Fachs Kunst zur Erzieherausbildung
Wir gehen auf eine schöpferische Entdeckungsreise, wir machen die Augen weit auf und nehmen unsere inneren Bilder und die Welt um uns wahr. Wir malen, zeichnen, drucken, bauen Theatermasken, experimentieren mit Techniken und vertiefen unser Können.
Im kunsttheoretischen Bereich interessieren uns entwicklungspsychologische Aspekte der Kinder-bildnerei und wir lernen kunsttherapeutische Ansätze kennen. Bei allen eigenen Arbeiten wird der Bezug zur pädagogischen Praxis hergestellt, um mit Geduld, Offenheit, Respekt und ansteckender Begeisterung kreative Hilfestellung leisten zu können.
Der Beitrag des Fachs Mathematisch-naturwissenschaftliche Erziehung
Das Fach MNE vertieft die mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundkenntnisse der Studierenden und vermittelt ihnen die Fähigkeit, entsprechende Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen zu fördern.
Die Studierenden werden in die Lage versetzt, Kindern naturwissenschaftliche Phänomene des Alltags verständlich zu machen und damit ihr Weltwissen zu erweitern. Die eigene Experimentierfreude der Studierenden soll geweckt werden und mögliche Ängste gegenüber naturwissenschaftlichen Fragestellungen dadurch abgebaut werden. Chemische und physikalische Versuche zu Themenbereichen wie Aufbau der Stoffe, Wasser, Luft, Elektrizität, Magnetismus, Farben, Lebensmittel etc. werden durchgeführt. Dabei wird zum einen die zum Verständnis nötige Theorie vermittelt, zum anderen werden kindgerechte Erklärungen, Spiele, Geschichten etc. erarbeitet, durch die die naturwissenschaftlichen Inhalte für Kinder und Jugendliche mit allen Sinnen erfahrbar gemacht werden können.
Der Beitrag des Fachs Literatur- und Medienpädagogik zur Erzieherausbildung
Medien eröffnen Wege, sich Wissen anzueignen, und setzen Bildungsprozesse in Gang.
Die Nutzung elektronischer Medien beansprucht im Verhältnis zur Nutzung von Printmedien einen immer größeren Raum und beeinflusst auch die Informationsaufnahme und
-verarbeitung. Der Zugang zu Informationen ist praktisch unbegrenzt. Der Erwerb von Kulturtechniken wie Lesen und Schreiben ist Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung und Voraussetzung für die Informationsaufnahme und wird durch geeignete Literatur gefördert.
Die Erzieherin und der Erzieher vermitteln Medienkompetenz und müssen daher selbst umfassend über sie verfügen. Insofern will das Fach Literatur- und Medienpädagogik die Studierenden befähigen, sich mit allen von jungen Menschen genutzten Medienangeboten auseinander zu setzen und deren Wirkungsweisen zu erkennen. Dabei lernen die Studierenden, selbst und mit Zielgruppen Medieninhalte zu entschlüsseln und mediale Aussagen kritisch zu überprüfen. Sie erwerben die Kompetenz, Hilfen zur Verarbeitung von Medienerlebnissen zu geben, Medien in unterschiedlichen Zielgruppen zu reflektieren und vernetzt einzusetzen und einen bewussten Umgang mit verschiedenen Medien zu vermitteln.
Folgende Medienangebote werden dabei lernfeldorientiert berücksichtigt:
- Printmedien: Bilderbücher, Märchen, erzählende Literatur, Zeitschriften mit Comics, Sachbüche
- Elektronische Medien: Hörmedien, Film- und Fernsehproduktionen, Internet als Informations- und Kommunikationsmittel, Bildschirmspiele, Lern- und Spielsoftware
Der Beitrag des Fachs Ökologie und Gesundheit zur Erzieherausbildung
Das Fach Ökologie und Gesundheitserziehung soll dem Studierenden Einblicke in die eigenen Lebensgrundlage, die biologischen und ökologischen Zusammenhänge vermitteln. Das Bewusstsein für den Wert und die besondere Bedeutung der natürlichen Lebensgrundlage soll geschärft werden.
Die Kenntnisse der biologischen Grundlagen des menschlichen Organismus und seiner Organsysteme ist ein grundlegendes Element zum Verständnis junger Menschen, deren Entwicklungsprozess begleitet werden soll. Kenntnis und Einsicht einer gesunden Lebensführung sollen gewonnen werden und präventive Maßnahmen zur Gesunderhaltung des Körpers sollen abgeleitet werden.
Der Beitrag des Fachs Pädagogik, Psychologie, Heilpädagogik (PPHP) zur Erzieherausbildung
Die an sich eigenständigen wissenschaftlichen Disziplinen der Pädagogik, Psychologie und Heilpädagogik sind an der Fachakademie zu einem Fach zusammengefasst.
Inhaltlich jedoch haben diese Disziplinen je eigene Schwerpunkte.
Die Psychologie liefert Aussagen darüber, wie der Mensch Verhaltens- und Erlebensweisen im Laufe seiner Entwicklung erwirbt und wie diese auch wieder verändert werden können.
Die Pädagogik setzt sich intensiv mit erzieherischen Verhaltensweisen, Maßnahmen und Zielen der Erziehung, sowie mit verschiedenen pädagogischen Ansätzen auseinander. Wichtig ist es dabei auch zu erkennen, welche Menschenbilder und Wertvorstellungen den jeweiligen Theorie und Handlungsansätzen zugrunde liegen.
Der Unterricht in der Heilpädagogik soll die Studierenden befähigen, bewusst, zielgerichtet und wertschätzend mit Menschen mit Beeinträchtigungen in sozial- und heilpädagogischen Einrichtungen zu arbeiten.
Aufbauend auf diese theoretischen Grundlagen üben die Studierenden intensiv den Transfer auf berufliche Aufgabenstellungen.
Der Beitrag des Fachs Praxis- und Methodenlehre mit Gesprächsführung (PMLG) zur Erzieherausbildung
Das Fach PMLG verbindet die sozialpädagogische Praxis mit der Theorie und leitet an, Zusammenhänge zu erkennen und zu hinterfragen. Im Zentrum des Faches stehen die Entwicklung der Erzieherpersönlichkeit und die Ausbildung von Handlungskompetenz für alle sozialpädagogischen Arbeitsfelder. Die Studierenden können im praxisnahen Unterricht häufig Inhalte ausprobieren und Erfahrungen in Teamarbeit machen. Die Verwirklichung der Bildungsinhalte erfolgt auf der Grundlage des dialogischen Lernens.
Der Beitrag des Fachs Sozialpädagogische Praxis (SPP) zur Erzieherausbildung
Im Fach SPP werden theoretische Erkenntnisse, Methodenkompetenz und persönliche Erfahrungen in der Praxis miteinander verbunden. Die Studierenden werden in ihren Praktika begleitet und üben zielorientiertes pädagogisches Handeln. Wichtiges Anliegen dieses Faches sind die Entwicklung der Reflexionsfähigkeit sowie die Entfaltung persönlicher Fähigkeiten.